Über mich

Gesundheit ist ein Geschenk. Und das Leben möchte gelebt werden.

Lisa Winnen, Heilpraktikerin und Osteopathin in Berlin

Gesundheit ist für mich kein Selbstverständnis. Sie ist ein Geschenk.

Und wie bei vielen Geschenken merken wir oft erst dann, wie kostbar sie sind, wenn wir eine Zeit lang ohne sie auskommen mussten.

Diese Überzeugung begleitet mich, seit ich denken kann.

Meine Kindheit war von Krankheiten geprägt: Allergien, Unverträglichkeiten und häufige Krankenhausaufenthalte gehörten zu meinem Leben. Ich bin in der DDR aufgewachsen und erlebte nach unserer Ausreise nach Süddeutschland zum ersten Mal, wie anders Medizin aussehen kann. Ein naturheilkundlicher Arzt, bei dem ich damals behandelt wurde, hinterließ bei meinen Eltern einen tiefen Eindruck. Die Naturheilkunde wurde dadurch ein fester Bestandteil unseres Familienlebens.

Beide Seiten des Behandlungstisches

Dann erkrankte ich mit 14 Jahren selbst schwer. Lange war nicht klar, ob und wie ich wieder gesund werden würde.

Ich lernte in dieser Zeit viele unterschiedliche Therapieansätze kennen. Manche haben mir geholfen, andere nicht. Vor allem aber lernte ich, wie es sich anfühlt, wenn man als Patient nicht einfach nur gesund werden möchte, sondern irgendwann verzweifelt nach einem Weg sucht.

Ich kenne deshalb beide Seiten des Behandlungstisches.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Körper plötzlich nicht mehr das tut, was man von ihm erwartet. Wenn Beschwerden bleiben, obwohl man schon vieles ausprobiert hat. Wenn man Fragen hat, auf die man keine befriedigenden Antworten bekommt. Und ich weiß auch, wie unglaublich befreiend es sein kann, wenn man seinen Körper wieder versteht und ihm Schritt für Schritt vertrauen kann.

Vielleicht ist genau dort mein Wunsch entstanden, Menschen zu helfen.

Denn ich habe selbst erlebt, wie kostbar es ist, Gesundheit zurückzubekommen.

Mein Weg zur Osteopathie

Mit meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin begann mein beruflicher Weg im Gesundheitswesen. Schon damals faszinierte mich die Frage, warum Beschwerden entstehen und warum der Körper manchmal an einer Stelle Schmerzen entwickelt, obwohl die eigentliche Ursache ganz woanders liegen kann.

Dann begegnete mir die Osteopathie.

Auch durch eigene Erfahrungen war ich so begeistert von diesem ganzheitlichen Ansatz, dass ich mich direkt im Anschluss für das Osteopathiestudium an der OSD Berlin entschied. Nach fünf Jahren schloss ich mein Studium ab.

Dort lernte ich, den Körper noch einmal anders zu betrachten.

Nicht als Ansammlung einzelner Körperteile, sondern als komplexes System, in dem alles miteinander verbunden ist.

Nach meiner Heilpraktikerprüfung eröffnete ich meine eigene Praxis und integrierte die Osteopathie von Anfang an in meine Arbeit.

Dabei wurde mir immer wichtiger, nicht nur zu fragen: „Wo tut es weh?“ Sondern: „Warum ist dieses Problem überhaupt entstanden?“

Meine Praxis im Wandel

Mit 25 Jahren machte ich mich selbstständig und eröffnete meine erste eigene Praxis. Wenn ich heute auf die Räume aus dieser Zeit zurückblicke, sehe ich darin auch meine persönliche und fachliche Entwicklung.

Anfangs war meine Arbeit von viel sichtbarem Equipment geprägt. Mit jedem Jahr kamen mehr Wissen, Erfahrung und ein immer feinerer intuitiver Zugang hinzu. Dadurch wurde das, was ich für eine gute Behandlung brauche, nach und nach weniger. Heute steht nicht die Ausstattung im Mittelpunkt, sondern meine Wahrnehmung für den Menschen und das, was sein Körper gerade zeigt.

  1. Der Anfang

    Meine erste Praxis

    Der Start in die Selbstständigkeit mit 25 Jahren, geprägt von Diagnostik, Fachliteratur und viel sichtbarer Ausstattung.

    Erste Praxis von Lisa Winnen mit Skelett, Mikroskop und orangefarbener WandBehandlungsraum der ersten Praxis mit Liege und medizinischer AusstattungSprechecke der ersten Praxis mit Fachbibliothek und Schreibtisch
  2. Die nächste Station

    Meine zweite Praxis

    Ein neuer Raum und ein weiterer Schritt hin zu mehr Klarheit und einer persönlicheren Arbeitsweise.

    Zweite Praxis von Lisa Winnen mit tiefem Fenster, Behandlungsliege und Fachbibliothek
  3. Heute

    Weniger Equipment, mehr Erfahrung

    Meine heutigen Räume spiegeln wider, wie ich arbeite: ruhig, klar und mit dem Vertrauen in Wissen, Erfahrung und einen feinen intuitiven Zugang.

    Heutiger Behandlungsraum der Naturheilpraxis Lisa WinnenHeutiger Wartebereich der Naturheilpraxis Lisa Winnen

Von außen und von innen

Mit der Zeit merkte ich, dass mir in meiner Arbeit etwas fehlte. Ich konnte Strukturen, Bewegungsmuster und Spannungen immer besser verstehen. Aber ich wollte noch genauer wissen, was im Inneren des Körpers passiert.

Deshalb integrierte ich die Labordiagnostik in meine Arbeit.

Denn manchmal gibt es Faktoren, die von außen nicht sichtbar sind: bestimmte Stoffwechselprozesse, Nährstoffmängel, Entzündungsprozesse oder andere körperliche Belastungen können dazu beitragen, dass Beschwerden bestehen bleiben.

Auch die Ernährung wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil meiner Arbeit. Denn für mich gehört es zusammen, den Körper von außen zu unterstützen und gleichzeitig zu schauen, was er von innen braucht.

Ich glaube nicht an die eine Methode, die für jeden Menschen funktioniert. Ich glaube an individuelle Lösungen.

Wenn das Nervensystem Alarm schlägt

Dann musste ich selbst noch einmal lernen, was es bedeutet, wenn der Körper Alarm schlägt.

Mit 34 Jahren erlebte ich einen persönlichen Wendepunkt. Plötzlich bekam ich starke Panikattacken.

Zunächst konnte ich mir selbst nicht erklären, was mit mir geschah. Ich, die sich seit Jahren intensiv mit dem menschlichen Körper beschäftigte, musste plötzlich selbst erfahren, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Nervensystem scheinbar die Kontrolle übernimmt.

Ich holte mir Unterstützung, machte selbst Therapie und probierte verschiedene Ansätze aus. Dabei begegnete ich der Polyvagal-Theorie nach Stephen Porges und später der Traumaarbeit nach Laurence Heller und NARM.

Diese Erfahrungen haben meine Arbeit tief verändert.

Ich begann noch stärker zu verstehen, wie eng Körper, Nervensystem und emotionale Erfahrungen miteinander verbunden sind. Und wie deutlich sich ein Nervensystem, das dauerhaft in Alarmbereitschaft steht, körperlich bemerkbar machen kann.

Dieser Blick ist heute ein wichtiger Bestandteil meines Behandlungskonzeptes. Er hat mir gezeigt, dass wir den Menschen nicht in „körperlich“ und „emotional“ aufteilen können.

Der Körper ist nicht getrennt von dem, was wir erlebt haben.

Was meine Arbeit heute ausmacht

Heute verbinde ich, was ich auf meinem Weg gelernt habe.

Für mich geht es nicht darum, möglichst viele Methoden anzubieten. Es geht darum, den Menschen vor mir wirklich zu verstehen.

  • Wo steht er gerade?
  • Was braucht sein Körper?
  • Was könnte hinter den Beschwerden stecken?
  • Was hält ihn vielleicht schon seit langer Zeit davon ab, wieder in seine Kraft zu kommen?
  • Und vor allem: Was kann er selbst tun, damit sein Körper wieder mehr Vertrauen und Bewegungsfreiheit bekommt?

Heute liebe ich genau das an meiner Arbeit.

Ich liebe es, Menschen dabei zu begleiten, ihren Körper wieder besser zu verstehen. Ich liebe diese Momente, in denen jemand plötzlich erkennt: „Jetzt verstehe ich, warum ich diese Beschwerden habe.“

Ich liebe es, wenn aus Unsicherheit wieder Vertrauen entsteht. Wenn Bewegung plötzlich wieder leichter wird. Wenn Menschen merken, dass sie ihrem Körper nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern selbst etwas verändern können.

Meine Arbeit ist für mich deshalb weit mehr als die Behandlung eines Symptoms. Sie ist die Verbindung aus Wissen, Erfahrung, genauer Diagnostik, Berührung und dem tiefen Verständnis dafür, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte mitbringt.

Mein Wunsch für dich

Ich möchte dir Mut machen, dich wieder um deinen Körper zu kümmern. Nicht aus Angst vor Krankheit. Sondern aus Freude am Leben.

Denn ich glaube, dass wir nur diesen einen Moment wirklich haben: das Jetzt. Und ich glaube, dass es sich lohnt, dieses Leben mit einem Körper zu leben, dem du vertrauen kannst.

Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, mit meiner Arbeit einen Mehrwert zu schaffen und so der Gesellschaft etwas zurückzugeben zu können.

Gesundheit verstehen. Den eigenen Körper wieder spüren. Vertrauen entwickeln. Und das Leben wirklich leben.

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